Datenträger einrichten

Für Backup-Kopien auf einer externen Festplatte oder einem RDX-Wechselmedium musste der Datenträger bisher außerhalb der Server-Tools vorbereitet werden – etwa durch Ihren IT-Dienstleister. Mit der neuen Funktion „Datenträger einrichten“ übernehmen die Server-Tools diesen Schritt: Der angeschlossene Datenträger wird direkt aus der Backup-Konfiguration heraus formatiert, verschlüsselt und anschließend automatisch als Backup-Ziel übernommen. In diesem Artikel erklären wir Ihnen den Ablauf sowie die eingebauten Sicherheitsmechanismen, die ein versehentliches Löschen von Daten verhindern.

Wichtig: Beim Formatieren werden alle auf dem Datenträger vorhandenen Daten unwiderruflich gelöscht. Stellen Sie vorher sicher, dass sich keine wichtigen Dateien mehr darauf befinden.

Voraussetzungen

  • Sie sind als Administrator (oder mit höherer Berechtigung) angemeldet.
  • Der zu formatierende Datenträger ist angeschlossen.
  • Die Funktion steht für die Backup-Arten „Wechseldatenträger“ und „Auswerfbarer Wechseldatenträger (RDX)“ zur Verfügung. Für Netzlaufwerke und Cloud-Backups gibt es keinen Formatier-Dialog, da hier kein lokaler Datenträger vorbereitet werden muss.
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Datenträger einrichten – Schritt für Schritt

Öffnen Sie in der Backup-Konfiguration eines Wechseldatenträgers oder RDX-Laufwerks den Button „Datenträger einrichten“. Es öffnet sich ein Dialog, der Sie in fünf Schritten durch die Einrichtung führt.

Schritt 1: Datenträger auswählen

Die Server-Tools zeigen alle aktuell angeschlossenen externen Datenträger an – jeweils mit Modellbezeichnung, Geräte-ID, Speicherkapazität und den bereits vorhandenen Partitionen. Wählen Sie den gewünschten Datenträger aus.

Wird kein Datenträger gefunden, erscheint der Hinweis „Es wurden keine externen Datenträger gefunden. Bitte einen Datenträger anschließen und aktualisieren.“ Über den Button Aktualisieren wird die Liste neu geladen, nachdem Sie den Datenträger angeschlossen haben.

Hinweis: Es werden ausschließlich echte externe Datenträger angeboten. Interne Systemlaufwerke des Servers lassen sich über diesen Dialog nicht formatieren.

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Schritt 2: Bezeichnung und Passwort festlegen

Vergeben Sie eine Bezeichnung für den Datenträger (voreingestellt: tomedo_backup) sowie ein Verschlüsselungspasswort inklusive Wiederholung zur Bestätigung.

Hinweis: Starten Sie die Formatierung für eine bereits bestehende Backup-Konfiguration , sind Bezeichnung und Passwort bereits vergeben und können nicht mehr geändert werden. Hier wird der Datenträger mit den selben Zugangsdaten wie bisher neu formatiert.

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Schritt 3: Bestätigung

Vor dem eigentlichen Formatieren zeigt der Dialog einen Vorher-/Nachher-Vergleich: Auf der einen Seite die aktuelle Formatierung des Datenträgers, auf der anderen die neue Formatierung, die angelegt werden soll. Zusätzlich erscheint die Warnung „Achtung: Beim Formatieren werden alle Daten auf dem ausgewählten Datenträger unwiderruflich gelöscht.“

Der Button Jetzt formatieren lässt sich erst anklicken, nachdem Sie die Checkbox „Ich habe sichergestellt, dass keine wichtigen Daten mehr auf dem Datenträger gespeichert sind“ aktiviert haben.

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Schritt 4: Formatierung läuft

Während der Formatierung zeigt der Dialog den Hinweis „Der Datenträger wird formatiert und überprüft. Dies kann einen Moment dauern …“. Warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist, und trennen Sie den Datenträger währenddessen nicht vom Server.

Schritt 5: Ergebnis

War die Formatierung erfolgreich, meldet der Dialog: „Der Datenträger wurde erfolgreich formatiert und überprüft!“ Der neue Datenträger wird automatisch in die Backup-Konfiguration übernommen (siehe unten).

Ist ein Fehler aufgetreten, erscheint die Meldung „Die Formatierung des Datenträgers ist fehlgeschlagen.“ zusammen mit einer genaueren Fehlerbeschreibung. Über „Erneut versuchen“ können Sie den Vorgang wiederholen, über „Schließen“ brechen Sie ab.

Verschlüsselung und Dateisystem

Der Datenträger wird beim Formatieren stets verschlüsselt – eine unverschlüsselte Formatierung ist über diesen Dialog nicht möglich. Je nach Server-Betriebssystem kommen dabei die jeweiligen Bordmittel zum Einsatz:

  • Linux: Der Datenträger wird mit LUKS2 verschlüsselt und darin mit dem Dateisystem ext4 formatiert.
  • macOS: Es wird ein verschlüsselter APFS-Datenträger angelegt.

Das von Ihnen vergebene Passwort wird für die weitere Nutzung des Datenträgers benötigt. Bewahren Sie es daher sorgfältig auf.

Nach der Formatierung

Nach erfolgreicher Formatierung wird der Datenträger automatisch eingebunden und geprüft. Anschließend übernehmen die Server-Tools den ermittelten Pfad, die Verschlüsselung sowie das vergebene Passwort automatisch in die Backup-Konfiguration – Sie müssen diese Angaben nicht manuell eintragen.

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Schlägt die abschließende Überprüfung des frisch formatierten Datenträgers fehl, wurde die Formatierung selbst zwar bereits durchgeführt, die Meldung weist Sie aber darauf hin, dass der Datenträger anschließend nicht korrekt genutzt werden konnte. Wiederholen Sie in diesem Fall den Vorgang oder wenden Sie sich an den zollsoft-Support.

Einschränkungen

  • Der Dialog steht nur für externe bzw. wechselbare Datenträger zur Verfügung – nicht für Netzlaufwerke oder Cloud-Ziele.
  • Es findet keine automatische Prüfung der Speicherkapazität statt. Kontrollieren Sie vor der Formatierung selbst, ob der Datenträger ausreichend groß für Ihre Sicherungen ist.
  • Die Funktion steht auf Servern mit Linux und macOS zur Verfügung.
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