Geräte-Daten-Träger (GDT)

Die¬†GDT-Schnittstelle¬†stellt eine standardisierte √úbertragungsform von Patienteninformationen zwischen einer¬†medizinischen Software¬†und¬†tomedo¬ģ¬†dar. Mithilfe einer GDT-Datei k√∂nnen z.B. die Stammdaten eines Patienten an eine Drittsoftware eines medizinischen Messger√§ts √ľbermittelt werden, sodass der Patient in der Software nicht manuell eingegeben werden muss.

GDT-Export

Die Konfiguration von GDTs kann in tomedo¬ģ unter Admin ‚Üí Ger√§teeinstellungen ‚Üí GDT vorgenommen werden. Es handelt sich dabei um arbeitsplatzspezifische Einstellungen. √úber die „+“- und „‚Äď“-Buttons links unten kann eine GDT-Schnittstelle neu erstellt oder gel√∂scht werden.

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In Feld 1 muss zun√§chst der Name der GDT hinterlegt werden (empfehlenswert ist an der Stelle die Untersuchungsart anzugeben, z.B. EKG). Unter diesem Namen erscheint auch das Icon in der Symbolleiste. Manche Hersteller verlangen eine explizite Kennung, damit die GDT von ihrer Software eingelesen wird. Zu unterscheiden ist dabei der Empf√§nger- (aus Sicht von tomedo¬ģ ist das die Drittsoftware) bzw. Sendername (aus Sicht von tomedo¬ģ ist das tomedo¬ģ selbst).

Beispiel:

  • Sender: EDV1
  • Empf√§nger: EKG1

Darunter kann anschlie√üend das Verzeichnis bestimmt werden, in dem die GDT-Datei abgelegt werden soll. √úber das Finder-Symbol l√§sst sich zu dem Verzeichnis bequem √ľber den Finder navigieren. Der Dateiname der GDT sollte nach dem Syntax:

<Empf√§nger-K√ľrzel><Sender-K√ľrzel>.gdt (aus Beispiel oben: EKG1EDV1.gdt)

gew√§hlt werden, ist aber, sofern nicht anders durch die Drittsoftware bestimmt, frei w√§hlbar. Wird die Auto-Nummerierung aktiviert und die Endung des Dateinamens auf „.001“ abge√§ndert, k√∂nnen mehrere GDTs in das gleiche Verzeichnis exportiert werden. Die Endung wird dann aufsteigend hoch gez√§hlt (der zweite Export hei√üt dann EKG1EDV1.002).

In Feld 2 wird der GDT-Inhalt konfiguriert.

Unter dem Reiter Standardfelder kann dabei aus drei wesentliche GDT-Typen gew√§hlt werden (der Typ 8218 hat historische Hintergr√ľnde und kann vernachl√§ssigt werden):

  • 6301 ‚Äď Stammdaten √ľbermitteln: Die Stammdaten des Patienten werden √ľbermittelt und in der Drittsoftware angezeigt bzw. der Patient neu angelegt (sofern er zuvor noch nicht in der Datenbank der Drittsoftware existierte).
  • 6302 ‚Äď Untersuchung anfordern: Falls die Drittsoftware diesen GDT-Typ unterst√ľtzt, wird bei der Auswahl dieses GDT-Typs die Untersuchung direkt gestartet (z.B. startet die Drittsoftware direkt die EKG-Messung).
  • 6311 ‚Äď Daten einer Untersuchung anzeigen: Diese Einstellung erlaubt eine Betrachtung der Untersuchungsergebnisse in der Drittsoftware (siehe weiter unten).

Unterhalb des Auswahlfeldes kann die genaue Untersuchungsart festgelegt werden, wobei dies f√ľr die meisten Exporte nicht notwendig ist.

Das Fenster „Feldreihenfolge“ zeigt alle GDT-Felder, die den derzeitigen Inhalt der GDT darstellen. Falls weitere Felder notwendig sind, k√∂nnen diese √ľber das Fenster rechts daneben per Drag-and-drop eingef√ľgt werden. √úber die „Reset“-Schaltfl√§che wird die Feldauswahl zur√ľckgesetzt.

F√ľr den Fall, dass ein Feld ben√∂tigt wird, das in tomedo¬ģ nicht vordefiniert ist, kann der Reiter „Eigene Felder“ benutzt werden.

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Hier k√∂nnen zwei h√§ufig abweichende GDT-Kennungen (8000 und 8402) rechts neben der Feldkennung in dem Textfeld direkt mit anderen Werten belegt werden. Sofern spezielle GDT-Kennungen fehlen ist es m√∂glich diese darunter zu erg√§nzen. Unter den¬†Custom-Feldern¬†wird auf der linken Seite die GDT-Kennung und auf der rechten Seite der Wert eingetragen. Erg√§nzend zu dem Freitext k√∂nnen weiterhin Briefkommandos genutzt werden, um so z.B. Inhalt aus einem Karteieintrag zu √ľbergeben.

Weitere GDT-Kennungen k√∂nnen in der darunter liegenden Tabelle hinzugef√ľgt werden. Die Custom-Felder sind dann unter dem Reiter „Standardfelder“ in der Auswahlliste verf√ľgbar. Soll nach dem Export einer GDT ein Karteieintrag angelegt werden, muss die Checkbox „Karteieintrag“ aktiviert und anschlie√üend ein Karteieintragstyp ausgew√§hlt werden. In der Freitextzeile rechts daneben kann der Karteieintrag vorbef√ľllt werden.

In Feld 3 k√∂nnen letzte Details f√ľr die entsprechende GDT-Schnittstelle hinterlegt werden. Als Exporttyp stehen drei M√∂glichkeiten zur Verf√ľgung:

  • GDT (Standard)
  • BDT: Wird f√ľr den Austausch von Behandlungsdaten zwischen Praxisverwaltungssystemen (PVS) verwendet.
  • Forum: Bezieht sich auf die Software ZEISS Forum, die eine XML und keine GDT-Datei f√ľr die Kommunikation ben√∂tigt

Die zu verwendende GDT-Version ist abh√§ngig von der Drittsoftware. In der Regel kann zwischen 01.00, 02.10 oder 03.00 gew√§hlt werden. Unter der Kodierung kann ebenfalls die Standardeinstellung beibehalten werden. F√ľr die Verf√ľgbarkeit der GDT in der Symbolleiste kann die entsprechende Checkbox gesetzt werden.

Um vor oder nach dem GDT-Export eine Aktion auszuf√ľhren, k√∂nnen nachfolgend Skripte (aus der Skriptverwaltung in tomedo¬ģ) ausgew√§hlt werden. Das entsprechende Skript muss dazu in der Skriptverwaltung an diesem Arbeitsplatz aktiviert werden. Je nach Laufzeit des Skripts ist es manchmal notwendig, eine gewisse Zeitverz√∂gerung zu gew√§hrleisten. Diese kann rechts neben der Skriptauswahl hinterlegt werden. Die Einheit entspricht Sekunden.

Unter „Export bei“ kann aus verschiedenen Optionen gew√§hlt werden. Dadurch wird die GDT exportiert, sobald die ausgew√§hlte Aktion stattfindet. Die letzte Option „Exportieren bei Doppelklick auf Karteieintrag“ kann f√ľr mehrere Anwendungsf√§lle verwendet werden.

  • Wird nach der Untersuchung eine GDT importiert (siehe GDT-Import) kann √ľber diese Option die durchgef√ľhrte Untersuchung direkt aus der Kartei in der Drittsoftware aufgerufen werden. Die Funktionalit√§t ist dabei abh√§ngig von dem Hersteller, da nicht alle Programme die M√∂glichkeit unterst√ľtzen. F√ľr den Export per Doppelklick muss in der GDT der Standard 6311 und, je nach Hersteller, die passende Untersuchungsart ausgew√§hlt werden. Zus√§tzlich muss √ľber das Auswahlfeld der Karteieintragstyp ausgew√§hlt werden, √ľber welchen per Doppelklick die GDT exportiert werden soll. Der ausgew√§hlte Karteieintragstyp muss jenem entsprechen, unter dem die zuvor importierte GDT angehangen wurde.
  • Alternativ kann die Option auch benutzt werden, um auf die GDT-Symbole in der Symbolleiste zu verzichten und stattdessen per Doppelklick auf einen bestimmten Karteieintrag den Export zu starten.

Jede GDT wird mit einem Standardsymbol in der Symbolleiste angezeigt. √úber das Symbolleisten-Fenster ist es m√∂glich ein eigenes Icon festzulegen. Hier kann ein Bild per Drag-and-drop (z.B. direkt aus Safari) eingef√ľgt werden. Abschlie√üend sollten die vorgenommen GDT-Einstellungen gespeichert werden.

GDT-Import

Die Drittsoftware kann in den meisten F√§llen eine GDT nach der Untersuchung exportieren. Darin sind beispielsweise Untersuchungsergebnisse sowie der Zeitpunkt der Untersuchung gespeichert. Der GDT-Import kann in den tomedo¬ģ Einstellungen unter Arbeitsplatz ‚Üí GDT-Import eingestellt werden.

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Mit Hilfe des Finder-Symbols kann ein Verzeichnispfad ausgew√§hlt werden, unter dem tomedo¬ģ die zu importierenden GDTs erwartet (analog zu einem Karteilauscher). In der Freitextzeile dahinter kann der Dateiname (inklusive Dateiendung) hinterlegt werden.

Hintergrund ist, dass die Drittsoftware h√§ufig nur einen GDT-Pfad konfigurieren kann, unter dem sowohl ankommende als auch ausgehende GDTs gelesen bzw. gespeichert werden. In den gespeicherten GDTs sind dann Sender und Empf√§nger vertauscht und weisen demnach den umgekehrten Dateinamen auf (aus Bsp. oben: aus EKG1EDV1.gdt wird EDV1EKG1.gdt). Um zu vermeiden, dass tomedo¬ģ die GDT, die es exportiert gleich wieder einliest, sollte der Name auf die GDT-Datei angepasst werden, die von der Drittsoftware exportiert wird. Die importierte GDT wird dann automatisch der passenden Patientin/dem passenden Patienten hinzugef√ľgt.

Weitere Optionen werden nachfolgend zusammengefasst:

  • Kartei √∂ffnen: √Ėffnet die Kartei des Patienten nach dem Import.
  • Karteieintrag anlegen: Legt einen Karteieintrag an, der die GDT als Text ausgibt und je nach Standardmedientyp des Karteieintragstyps die GDT als Anhang hinterlegt.
  • Typ automatisch ermitteln: Existiert in tomedo¬ģ ein Karteieintrag, der den gleichen Namen wie die Feldkennung 8402 in der importierten GDT tr√§gt, erstellt tomedo¬ģ bei aktivierter Checkbox automatisch einen Karteieintrag dieser Art und h√§ngt die GDT als Anhang an. Im Gegensatz dazu kann bei deaktivierter Checkbox ein definierter Karteieintrag f√ľr den Import ausgew√§hlt werden.
  • Empf√§ngerkennung ignorieren: Importiert die GDT auch ohne das √ľbereinstimmende GDT-Feld f√ľr die Empf√§ngerkennung.
  • andere Pat.Ident nutzen: Aktiviert ein Freitextfeld, in dem eine abweichende Patientennummer hinterlegt werden kann, in dessen Kartei die GDT importiert werden soll.
  • Karteieintragsdatum aus GDT: Entnimmt der GDT das Datum der Untersuchung und legt die GDT-Datei in der Kartei unter diesem Datum ab. Wird die Checkbox deaktiviert, wird die GDT entsprechend des Datums abgelegt an dem sie importiert wurde.
  • Karteieintrag aktualisieren: Aktualisiert den Karteieintrag einer GDT, falls z.B. nach der Befundung erneut eine GDT exportiert wird, die den Befundtext enth√§lt.

Custom-Karteieintrag aus einer GDT-Datei

Neben dem Import der GDT-Datei ist es ebenfalls m√∂glich, einen Custom-Karteieintrag aus den Informationen der GDT erstellen zu lassen. Dazu muss ein Custom-Karteieintrag angelegt werden, dessen Variablennamen die GDT-Kennnummern enthalten.

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Zus√§tzlich muss das Karteieintragsk√ľrzel mit der Feldkennung 8402 √ľbereinstimmen, der Karteieintragsname kann beliebig gew√§hlt werden. Wird der GDT-Import wie oben beschrieben angelegt und die Option „Typ automatisch ermitteln“ aktiviert, legt tomedo¬ģ diesen Custom-Karteieintrag an und bef√ľllt die Felder mit den Informationen aus der GDT.

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